Wer steckt hinter der Poesieapotheke?

Das bin ich, Simone!

Ich mag schöne Worte und zu sehen, was Wörter bewegen können.
Ich mag Menschen und ihre Geschichten, ihre Biografien, mit allen

Brüchen, Irr- und Umwegen. 

 

 

Und ich mag Erzählungen, mit Stiften auf Papier gebracht. 

Am Welttag des Buches (23.4.) geboren, scheint meine Wort-  und Geschichtenliebe schon vorherbestimmt zu sein (sollte ich erwähnen, dass dieser Tag auch zugleich der Tag des Bieres ist?!).

 

Und tatsächlich liebe ich bis heute alles was mit Geschichten, Worten und Buchstaben zu tun hat. Auch Papiere, Notizbücher und Stifte.
Papier und Stift? Richtig, denn für die eigene Handschrift schlägt mein Herz besonders: Sie ist einzigartig, individuell, ein persönliches Erkennungszeichen, sie entwickelt sich und bleibt lebendig. Für ein handgeschriebenes Stück Papier brauchen wir keine Technik, nur einen Stift, ein bißchen Zeit und Ruhe.

 

Nur mit Wortliebe gäbe es aber die Poesieapotheke nicht: Ich liebe es genau zuzuhören, Fragen zu stellen und Erzählungen zu lauschen. Ich mag Menschen und ihre individuellen (Leben-)Geschichten und vor allem fasziniert mich, was gesprochene und geschriebe Worte bewirken können und wie heilsam Sprache sein kann. Den wirklichen Unterschied im Leben machen Menschen - und die Kommunikation mit ihnen.

 

 

 Fakten

  • Studium der Literatur-/Sprachwissenschaft und Psychologie (Themen: Erinnerungen, Umgang mit Kriegserinnerungen, Väter & Söhne, Heimat & Muttersprache, Kommunikation)
  • Promotion über die Wirkung des Schreibens auf Identität und Erinnerung (autobiografisches Schreiben und Erzählen, narrative Psychologie, Identitätskonstruktionen, autobiografisches, soziales und kommunikatives Gedächtnis)
  •  Fort- und Weiterbildungen (Theorie, Praxis und Selbsterfahrung), u.a. eine Fachfortbildung im kreativen und therapeutischen Schreiben - Fortbildung für Ärzte und Therapeuten; zertifiziert von der Ärztekammer NRW. Abschlussarbeit: "Psychisch krank?! Über Depressionen und schwierige Lebensituationen. Die Rolle der kreativen und therapeutischen Schreibens in der Unterstützung gesunder, aber belasteter Klienten."
  • Langjährige Tätigkeit im Gesundheitsbereich (Gesundheitsförderung und Prävention), u.a. als Beraterin und Referentin

Der Weg zur Entstehung der Poesieapotheke

Tatsächlich war das Lesen von Büchern - bald darauf auch das Schreiben eigener Geschichten - eines meiner frühen Hobbys. 

Insbesondere Biografien anderer Menschen habe mich oft fasziniert, inspiriert, mir Mut gemacht oder mir die Betrachtung aus anderen Blickwinkeln ermöglicht.

 

Während meines Studium und schließlich auch in meiner Zeit als Wissenschaftlerin im Bereich der Literaturpsychologie habe ich immer stärker wahrgenommen, dass viele andere Menschen ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht haben: Schreiben hilft. Das Aufschreiben der eigenen Lebensgeschichte, das Notieren von alltäglichen Beobachtungen, das Festhalten von Erinnerungen oder Zukunftsvisionen oder das Schreiben eines Tagebuches. Ich habe auch erlebt, wie berührend handgeschriebene Texte, Briefe und Postkarten sein können, welche Verbundenheit dadurch entstehen kann - vor allem jetzt, wo sie nicht mehr alltäglich sind. 
Sollte so etwas Simples wie das Schreiben eine so große Wirkung haben? 

 

Mit der Poesie- und Bibliotherapie bin ich vor einigen Jahren auf eine Therapieform gestoßen, in der mit dem Schreiben und Lesen gearbeitet wird. Dabei ist das kein Hokospokus, keine Esoterik, sondern eine Therapierichtung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, dass das Schreiben (und Lesen) hilft. Wow!

 

Mir war in diesem Moment sofort klar: Arbeiten mit Geschichten, Texten, einer Portion Kreativität und damit gleichzeitig Menschen zu helfen: Das ist mein Traumberuf!