Kreatives und therapeutisches Schreiben

Im kreativen und therapeutischen Schreiben können schwirrende Gedanke und unbeantwortete Frage zu Papier gebracht werden. Das Schreiben bietet die Möglichkeit alles zu sagen und aufzuschreiben, was mündlich nicht gesagt werden kann/soll und aus einer anderen Perspektive darauf zu blicken. Mit Stift und Papier lassen sich Gedanken entwirren und es bietet die Möglichkeit, Ordnung im Chaos zu schaffen. Schreiben verhilft zu Einsichten, egal ob es um große oder kleine Entscheidungen geht, um Werten, Träume, die Vergangenheit oder den Sinn des Lebens. 
Im Schreiben können auch Wunschträume und Fantasiewelten entwickelt und erschaffen werden. Auf dem Papier ist alles möglich – und vielleicht später auch außerhalb.

 

Das kreative undtherapeutische Schreiben kommt ursprünglich von den kreativen (Psycho-)Therapien und ist mit der Kunst- oder Maltherapie vergleichbar. Statt zu malen, wird geschrieben. Vielleicht führt Ihr ein Tagebuch oder habt es in der Vergangenheit getan und kennt die entlastende Wirkung, wenn Ihr euch etwas von der Seele schreibt


Es gibt in Deutschland mittlerweile ausgebildete Therapeuten für kreatives und therapeutisches Schreiben. Oftmals wird das therapeutische Schreiben auch als ergänzendes Mittel in der Psychotherapie eingesetzt und von Psychologen oder Ärzten, bzw. Kunsttherapeuten durchgeführt.

 

Die Poesietherapie, die bei psychischen Erkrankungen genutzt wird und dem kreativen Schreiben ähnelt, hat eine Wirkung, die bereits durch verschiedene Studien belegt wurde. Allerdings ist es wichtig, Poesie ALS  Medizin - als Zusatz, Ergänzung oder als Prävention zu verstehen - und NICHT Poesie STATT Medizin.