Warum wir viel mehr Weihnachtspost schreiben sollten

Es ist wieder soweit: Die Tage sind kürzer geworden, der erste Schnee ist gefallen und hat die Landschaft weiß gepudert, Adventskalendertürchen werden neugierig und freudig aufgemacht und die erste Kerze brennt.

 

Die Vorweihnachtszeit ist da! Und damit auch die Zeit, in der sich so viele Menschen Besinnlichkeit und Ruhe wünschen - du auch? Viele schaffen es aber nicht, diese Stimmung der Entspannung, Entschleunigung, Freude und Dankbarkeit aufkommen zu lassen, reißt doch der Alltag an allen Ecken und Enden an den dicken Winterjacken.

 

Genau jetzt ist die perfekte Zeit, um wieder Weihnachtskarten zu schreiben und dafür solltest du dir unbedingt die Zeit nehmen. Warum, fragst du dich?

 

1. Schreiben für mehr Verbundenheit und Dankbarkeit
Draußen ist es kalt und oftmals nass - bleiben wir da sowieso nicht viel lieber zu Hause, kochen uns einen warmen Tee und hüllen uns in Decken? Passt es da nicht sehr gut, sich gemütlich an den eigenen Lieblingsplatz zu setzen, an die Herzensmenschen zu denken und Ihnen zu schreiben? Ich finde schon. Und während du dir überlegst, was du ihnen gerne sagen und wünschen möchtest oder welche Erinnerungen ihr an gemeinsame Adventszeiten habt, wirst du sicher eine starke Verbundenheit spüren und auch eine Dankbarkeit für vergangene Zeiten (oder die baldig eintreffende Antwortspost?!).

 

2. Schreiben für mehr Achtsamkeit, im Hier und Jetzt - Sein
Das Schreiben ist auch eine ideale Beschäftigung, wenn sonst das Handy oder der Fernseher rufen würde. Beim Schreiben bist du voll auf das Hier und Jetzt fokussiert. Schreiben und reden, schreiben und zuhören, schreiben und parallel irgendetwas anderes noch zu tun, funktioniert nicht. Multitasking ade. Damit hast du auch die perfekte Möglichkeit, um in der achtsamen Lebensweise zu üben. Achtsamkeit ist im Schreiben hinbegriffen - vor allem, wenn von Hand schreibst und nicht einfach schnell und schön Wörter streichen kannst. Im Schreiben herrscht wirklich Ruhe.

 

3. Mit Schreibmeditationen zu mehr Weihnachtsstimmung
Für deine Briefe kannst dich richtig in Weihnachtsstimmung bringen. Vielleicht riechst du mal intensiv an Tannenzweigen, schaust lange in das Kerzenlicht, isst in voller Ruhe ein Plätzchen und saugst du dein Erleben ganz intensiv auf. Das Schreiben kann dann deine Schreibmeditation sein: Du könntest einem Freund deine sinnliche Erfahrung mitteilen, ihm beschreiben, wie intensiv die Zweige rochen und ihn auch dazu anregen, bewusster die Weihnachtszeit wahrzunehmen. In der Besinnlichkeit bist du schon mittendrin.

 

4. Schreiben für mehr Ruhe und Entspannung. Schreiben funktioniert nicht eben so zwischendrin. Vor allem nicht, wenn du mehr als "Schöne Weihnachten wünscht..." schreiben möchtest - und zwar handschriftlich. Und wohl jeder Mensch freut sich über einen Brief, in dem persönlichen Worte gewählt werden. Für das Schreiben musst du dir somit Zeit nehmen. Es geht nicht schnell im Zug auf dem Weg nach Hause, nicht im Wartezimmer oder im Kaufhaus - richtig schon kannst du dich nur an einem ruhigen Lieblingsplatz darauf einlassen und schon muss der Stress und die Hektik draußen bleiben.

 

5. Schreiben für mehr Kreativität, Freude, Einfühlung und die eigene Handschrift
Wenn du deine Handschrift nutzt, wirst du merken, wie schnell deine Kreativität angezapft wird. Nutze sie und gestalte deine Briefe kreativ, mit Farben, Papieren und Naturmaterialien. Krame in deinen Erinnerungen und schreibe deine schönste Weihnachtsgeschichte auf, deine Kindheitserinnerungen oder das beste Plätzchenrezept. Gestalte, schreibe und bastele, wie es dir gefällt. Zugleich ist das Schreiben auch eine Übung, sich in andere einzufühlen, was freut meinen Empfänger besonders oder was betrübt ihn? Braucht er gerade Zuspruch, weil ihn die Weihnachtszeit traurig macht oder genießt er sie und möchte mehr davon? Begebe dich in die andere Perspektive, dann sind deinen Ideen keine Grenzen gesetzt und ich bin mir sicher: Die Empfänger werden sich sehr freuen.

Wenn du auch gerne Post bekommst und einer/einem Unbekannten eine Freude machen möchtest, dann sei bei der Weihnachtspost-Aktion der Poesieapotheke dabei!

 

Wie das geht, erfährst du im Bild nebenan. Schreiben darfst du alles, was anderen eine Freude macht: Schöne und persönliche Advents- und Weihnachtsgeschichten und - erlebnisse, Gedichte, nette Worte und Wünsche, winterliche Rezepte und und und.

 

Menschen, auch Unbekannten, eine kleine Freude zu machen, kann so einfach sein. Und ein Brief erreicht die meisten Menschen ganz besonders, denn wer heute noch handschriftlich Briefe schreibt, sich Zeit dafür nimmt und sorfältig die Buchstaben auf Papier bringt, zeigt auch, dass er sich Zeit für den Empfänger genommen hat. Und Zeit ist wohl eine unserer größten Währungen heuzutage. 

Also: Seid dabei und macht euch und anderen eine Freude!

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